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Der ganz normale Wahnsinn im Leben einer selbstständigen Mutter

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Selbststaendige Mutter - Der ganz normale Wahnsinn im Leben einer selbststaendigen Mutter

Heute ist wieder einer dieser Tage…

Einer dieser Tage, an denen einfach nichts nach Plan läuft…

Alles, was ich tue ist falsch: Die Nudeln beim Mittagessen haben die falsche Form, schlafen muss mein kleiner Mann mittags auch nicht. Warum auch? Wer muss schon schlafen, wenn er müde ist? Das machen doch nur die uncoolen Kinder, oder?

Nicht so meiner, der sich selbst als „cooler Junge“ bezeichnet. Der hält durch! Bis zum bitteren Ende! Und bitter, ja bitter wird es am Ende tatsächlich! Vor allem die letzten zwei Stunden des Tages, bevor es wieder Schlafenszeit ist. In diesen letzten zwei Stunden ist er nämlich so übermüdet und durch den Wind, dass einfach gar nichts geht!

Und dabei hatte der Tag so entspannt angefangen! Lange hat er geschlafen heute morgen. Mir genug Zeit gegeben, Yoga zu machen, meine Ziele für den Tag aufzuschreiben und gemütlich eine Tasse Ingwer-Tee zu trinken.

Aber in dem Moment, in dem er die Augen aufschlug war es vorbei! Mit dem falschen Fuß aufgestanden sozusagen.

Selbstständige Mutter - Der ganz normale Wahnsinn im Leben einer selbstständigen Mutter! Ich nehme dich in dieser Podcast-Episode mit in einen ganz normalen Tag! Neugierig? Dann einfach auf das Bild klicken und los geht's! #Mamanehmer #MompreneurDe #SelbstständigeMama #MamaBusinessBeim Anziehen schon das erste Drama:

„Nein, Mama, ich will keine Hose anziehen!“

„Aber es ist bitterkalt draußen. Es liegt Schnee!“

„Nein, Mama, ich will keine Hose anziehen!“

„Willst du wirklich mit nackigen Beinen draußen im Schnee rumstapfen?“

„Nein, Mama, ich will keine Hose anziehen!“

Wie eine Schallplatte in Endlos-Schleife geht das gefühlt eine halbe Stunde so weiter. Eigentlich wollten wir schon längst auf dem Weg in die Kita sein. Aber nein, heute ist ALLES falsch, was sich die Mama überlegt! Nachdem die Hose endlich an ist, wage ich es auch noch, die falschen Handschuhe und Stiefel zu bringen! Und eine Mütze und einen Schal? Brauchen wir nicht! Natürlich nicht…

Endlich ist der junge Herr im Kindergarten abgegeben! Endlich startet mein Arbeitstag und ich bin richtig guter Dinge. So ein kleines morgendliches Drama kann mich doch nicht aus der Bahn werfen. Dazu braucht es eindeutig mehr!

Hach, was bin ich manchmal naiv…

So setze ich mich an meinen Laptop, öffne ihn und meine To Do Liste für den Tag und…

Das Telefon klingelt.

Ein dringender Anruf eines Kunden: Alarmstufe dunkelrot! Es muss wirklich dringend etwas gemacht werden! Es kann NICHT warten! Und ja, sie hätten mir das eher sagen können, haben sie aber vergessen. Nützt ja nichts! Jetzt müssen wir in den sauren Apfel beißen.

Ich schiebe die To Do Liste also erstmal wieder zur Seite und fange an, diese unfassbar dringende Sache zu erledigen. Als ich damit fertig bin, bin ich immer noch motiviert. Krame die To Do Liste wieder hervor. Jetzt aber! Jetzt laufe ich produktiv zu absoluten Höchstformen auf!

Für ganze 5 Minuten.

Es klingelt.

Der Postbote, der die neue Lieferung Pampers bringt.

Ok, nur eine kleine Unterbrechung! Wo war ich noch mal stehen geblieben?

Ach ja, ich wollte noch diesen Blogpost fertig schreiben! Meine Nr. 1 auf der To Do Liste heute.

Ein paar Minuten sammeln und dann geht es weiter!

20 Minuten später: Es klingelt wieder.

Diesmal ist es der Schornsteinfeger. Warum kommen Schornsteinfeger eigentlich immer in den unpassendsten Momenten?

„Ich müsste nur mal eben den Kamin kehren!“

„Haben Sie das nicht erst letzte Woche gemacht?“

„Nein, Frau Heinzelmann, dass ist schon einige Monate her“

„Ach wirklich, mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen“

Aber nun gut. Dann lasse ich ihn eben rein. Nur kurz auf den Dachboden und in den Keller müsse er. Als er 15 Minuten später das Haus wieder verlässt ist das Treppenhaus von oben (und ja, damit meine ich den höchsten Punkt unseres Hauses) bis unten (und auch hier wieder: Der tiefste Punkt) voller Schuhabdrücke. Nass vom Schnee und dreckig vom Kaminkehren! Schöne Sauerei.

Was wollte ich heute noch mal machen? Ach ja, Saubermachen stand definitiv ganz oben auf der Liste, oder?! Putzeimer raus also und los geht’s.

20 Minuten später sitze ich wieder an meinem Schreibtisch.

Es ist 10.45 Uhr.

Um 11 habe ich einen Telefontermin mit einem anderen Kunden.

15 Minuten habe ich also noch. Sollte mein Blogpost nicht jetzt schon fertig sein?

Tja, in einer Viertelstunde schaffe ich es nun nicht mehr, den zu schreiben…

Und auch sonst lohnt es sich nicht mehr wirklich noch irgendwas anzufangen. Auch wenn ich ja sonst immer dafür bin, jede freie Minute zu nutzen, meine Motivation ist wohl am Ende der Putzaktion mit dem Wischmob im Keller geblieben.

11 Uhr: Der Telefontermin startet

12 Uhr: Der Telefontermin ist beendet, Zeit, das Mittagessen vorzubereiten. Ach hätte ich doch hellseherische Fähigkeiten, dann wüsste ich ganz genau, welche Nudelform meinem kleinen Mann heute genehm wäre. Statt dessen suche ich willkürlich eine Sorte (natürlich die falsche) aus und bereite das Mittagessen vor, denn wehe, das steht nicht schon auf dem Tisch, wenn wir aus der Kita nach Hause kommen. Da wäre das nächste Drama ja schon vorprogrammiert. Ne, ne! Ich mag zwar nicht hellsehen können, aber lernen, das kann ich! Da bin ich sozusagen Experte! Ich lerne ganz schnell aus meinen Fehlern. Und Fehler mache ich, wenn du meinen Sohn fragst, quasi permanent. Viel zu lernen also. Jeden Tag aufs Neue!

Ich hole also das Kind ab, wir essen und dann ist es Zeit für den Mittagsschlaf. Bedeutet für mich ca. 1-2 Stunden Ruhe, in der ich ENDLICH diesen Blog-Post schreiben kann!

Aber wer jetzt am Anfang aufmerksam zugehört hat weiß es schon: Schlaf wird überbewertet.

Also wieder raus aus dem Bett. Mein Laptop, nun ja, der bleibt wohl erstmal zu.

Während mein Sohn so vor sich hin spielt, überlege ich bei einem Latte Macchiato, was ich heute schon alles geschafft habe. Oh ja, da war diese dringende Sache für den einen Kunden. Und die Telefonkonferenz mit dem anderen. UND ich habe schon unser GESAMTES Treppenhaus sauber gemacht. Und nicht zu vergessen: Ich habe dem Postboten einen schönen Tag gewünscht. Richtig stolz kann ich auf mich sein.

Standen diese Dinge auf meiner To Do Liste?

Nein.

Fühle ich mich glücklich und erfüllt weil ich Dinge vorangebracht habe?

Nein.

Aber weißt du was? Das ist auch vollkommen in Ordnung so, denn jetzt gerade in diesem Moment bin ich einfach nur glücklich!

Warum?

Weil ich hier, an einem Nachmittag mitten in der Woche, sitzen und Kaffee trinken kann und dabei meinem Zwei-einhalbjährigen beim Spielen zusehen darf. Es könnte so viel schlimmer sein. Was, wenn ich angestellt wäre? Mein Chef hätte sicherlich kein Verständnis dafür, dass ich eine bestimmte Sache leider nicht erledigen kann, weil mein Sohnemann mal wieder keinen Mittagsschlaf machen möchte.

Vielleicht hat es heute einfach nicht sein sollen mit dem Blog Post. Dann versuche ich es eben morgen noch einmal. Davon wird die Welt nicht untergehen, auch wenn es sich wirklich manchmal so anfühlt.

Aber im Grunde ist das doch alles der eigene Druck, den ich mir selbst auferlege. Niemand sonst erwartet das von mir. Nur ich selbst.

Und während mein Sohn spielt und ich endlich mal durchatme, trifft mich ganz unverhofft aus dem Nichts eine Welle der Inspiration. In meinem Kopf sammeln sich plötzlich viele tolle Ideen für Podcast-Themen und Instagram-Posts. Schnell schreibe ich alles auf und dann kommt auch schon mein Mann nach Hause um mich abzulösen.

Die nächste Stunde verziehe ich mich in mein Büro. Ich schreibe, bastel und fotografiere.

Und siehe da: Am Ende des Tages, habe ich DOCH noch etwas erreicht: Die Instagram-Posts für die nächsten 4 Tage sind vorbereitet und die nächste Podcast-Folge ist im Kasten.

Und ich? Ich bin glücklich und zufrieden!

Da können mich auch die letzten zwei Stunden des Tages mit einem übermüdeten Kleinkind nicht mehr erschüttern. Das halte ich nun auch noch durch und stoße am Abend mit einem Glas Rioja mit meinem Mann an.

Auf uns, auf meine berufliche Freiheit und das beste Kind, das man sich wünschen kann (auch wenn er uns manchmal wirklich in den Wahnsinn treibt!)

Könnte ich alles nochmal von vorne machen, mich anders entscheiden, ich würde es exakt genauso machen, wie auch beim ersten Mal!

Der ganz normale Wahnsinn also im Leben einer selbstständigen Mutter…

Wie sieht ein ganz normaler Tag in deinem Leben als selbstständige Mama aus? Was treibt dich regelmäßig in den Wahnsinn? Und wie gehst du damit um? Verrate es mir in den Kommentaren!

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