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Produktlaunch: Künstliche Verknappung, Verkaufswebinare, endlose Verkaufsemails und FOMO – Das können wir besser!

Dieser Artikel enthält Werbe-Links* und/oder werbende Inhalte.

Produktlaunch

In den letzten Jahren habe ich diverse Produkte erstellt und mich so auch immer wieder mit dem Thema Produktlaunch auseinander gesetzt. 

Meine Produkte der letzten Jahre

Angefangen habe ich im Sommer 2017 mit einem Ratgeber zum Thema „Wandern für Anfänger – Die hohe Kunst, Berge zu erobern“, den ich passend zu meinem Wanderblog A Tasty Hike geschrieben habe und auch darüber verkaufe.

Im Sommer 2020 kam dann mein zweites Buch dazu: „Business, Baby – Was als schwangere Selbstständige auf dich zu kommt und wie du das Kind dann schaukelst“ – Sozusagen der „Geburtsvorbereitungskurs“ für selbstständige Schwangere.

Und dieses Jahr im Februar habe ich meinen ersten Audiokurs für selbstständige Mütter veröffentlicht: “Back to Business, Baby – Der Kurs mit dem du deinen Business-Alltag schaukelst, auch zwischen Windelwechseln und Kita

Produktlaunch nach Anleitung

Immer wieder, wenn es an den Launch dieser Produkte ging, habe ich mich informiert und schlau gemacht, wie man einen solchen Launch am besten durchzieht. Ich habe Bücher gelesen, Blogs durchforstet und Kurse absolviert. Es gibt so viele unterschiedliche Strategien und Anleitungen, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten.

Trotzdem gibt es einige Punkte auf der langen Liste, die „man tun sollte“, die immer wieder auftauchen, die mir aber so gar nicht gefallen.

Was von dir bei einem Launch erwartet wird

  • Du sollst ein Verkaufswebinar veranstalten
  • Du sollst dein Produkt künstlich verknappen
  • Du sollst Unmengen an Verkaufsmails schreiben
  • Du sollst FOMO (Fear of Missing Out) erzeugen
  • Usw…

Warum mich diese Launch-Strategien stören

Schon beim Lesen merkte ich immer wieder, dass all diese Launch-Maßnahmen einfach nicht zu mir passen. Denn ich hasse es, wenn andere diese Strategien anwenden, um mir etwas verkaufen zu wollen. Ganz ehrlich, sie schrecken mich sogar ab und ich melde mich dann eher wieder von den E-Mails ab, als das ich das Produkt am Ende kaufe.

Mich erinnern all diese Strategien immer wieder an den schmierigen Verkaufsfritzen im Autohaus oder den Vorwerk-Vertreter, der an meiner Haustür klingelt. Mit gegelten Haaren und schlecht sitzendem Anzug. Eine Person, die sich für unwiderstehlich hält, mich aber eher dazu veranlasst, möglichst schnell das Weite zu suchen.

Ich weiß nicht warum, aber ich mag das einfach nicht. Es fühlt sich nicht richtig an und genauso wenig wie ich es mag, wenn mir jemand etwas aufschwatzt, genauso wenig möchte ich anderen Menschen etwas aufschwatzen, was sie im Zweifel gar nicht brauchen.

Denn mal ehrlich, was bringt mir das denn?

Nehmen wir mal hypothetisch an, ich „überrede“ eine Person dazu, meinen Kurs zu kaufen, die ihn gar nicht braucht, weil sie zum Beispiel überhaupt kein Zeitproblem hat. Vielleicht habe ich sie in meinen Verkaufsemails oder meinem Verkaufswebinar aber davon überzeugt, dass ihr eigenes Gefühl sie trügt und sie in Wirklichkeit doch ein Zeitproblem hat. Und weil der Kurs nur ganz kurz verfügbar war, hat sie zugeschlagen.

Was passiert mit dieser Person? Sie macht meinen Kurs und merkt am Ende, dass sie eigentlich gar kein Problem hat. Also kann mein Kurs ihr auch nicht helfen. Sie hat also Geld für ein Produkt ausgegeben, das sie gar nicht gebraucht hat.

Und jetzt nehmen wir mal an, dass ich in zwei Jahren wieder ein Produkt herausbringe, dass sie vielleicht in diesem Moment tatsächlich brauchen könnte.

Was, glaubst du, wird sie tun?

Richtig. Sie wird vermutlich nicht kaufen, weil sie beim letzten Mal von mir enttäuscht wurde.

Ist es das, was ich möchte?

Nein.

Was ich also stattdessen mache

Anstatt meine Produkte also künstlich zu verknappen und zu sagen, dass es nur begrenzte Plätze gibt, die ich nur über einen gewissen Zeitraum füllen kann, sind meine Produkte dauerhaft verfügbar – Also auch immer genau dann, wenn meine Zielperson sie braucht.

Ja, das führt sicherlich dazu, dass einige den Kauf vor sich herschieben und am Ende vielleicht nicht kaufen, aber die Personen, die dann kaufen sind auch wirklich die, die das Produkt tatsächlich brauchen. Und zwar genau dann, wenn sie es am DRINGENDSTEN brauchen. Was bringt ein Buch für schwangere Selbstständige einer Selbstständigen, die noch nicht weiß, wann und ob sie überhaupt schwanger wird. Oder wenn sie erst bis zum Ende ihrer Schwangerschaft warten muss, bis mein Buch wieder verfügbar ist.

Wenn ich ein Zeitproblem habe, dann möchte ich das möglichst schnell lösen und nicht erst in 3 Monaten, wenn ich vielleicht schon in einem Burnout stecke und ganz andere Hilfe benötige.

Natürlich weise ich regelmäßig auf meine Produkte hin, denn wenn niemand von meinem Produkt weiß, kann ich damit auch niemandem helfen und das wäre ja für niemanden gut. Ich baue dabei aber nicht durch künstliche Verknappung Druck auf, der Menschen zum Kaufen bewegt.

Nicht alle Verkaufsstrategien sind grundlegend schlecht

Aber ich mag einfach die Strategien nicht, die sich für mich manipulativ anfühlen.

Auch ich habe Verkaufsemails geschrieben, aber hauptsächlich informative Mails, die auf die Vorteile meiner Produkte hinweisen und eben auch keine Unmengen, die die Postfächer meiner Abonent*innen sprengen.

Natürlich ist das eine Gratwanderung, denn was am Ende lästig ist, entscheidet jeder für sich selbst. Ich versuche mich bei all meinen Launch-Strategien immer auf mein Bauchgefühl zu verlassen und höre immer vorher in mich hinein, wie ich es empfinden würde, mit meinem eigenen Marketing konfrontiert zu werden. Klar, auch damit werde ich nicht allen gerecht, aber ich kann mit mir selbst im Reinen sein.

Ich möchte, dass Menschen meine Produkte kaufen, weil sie von ihnen überzeugt sind, weil sie sie brauchen und sie ihnen weiterhelfen. Klar, möchte ich auch angemessen für meine erbrachte Arbeit entlohnt werden, aber eben nicht um jeden Preis. Es soll sich richtig anfühlen. Für mich UND für meine Kund*innen.

Ich vertraue in meine Produkte und deren Inhalte und bin überzeugt davon, dass sie für andere Menschen hilfreich sind! Wenn ich nicht daran glauben würde, hätte ich mir die Mühe sparen können und hätte diese Produkte gar nicht erst erschaffen.

Was ich mir daraus erhoffe

Am Ende hoffe ich darauf, dass ich durch mein nicht manipulatives Verhalten Kund*innen gewinne, die wirklich von meiner Arbeit überzeugt sind und die auch dauerhaft Vertrauen in mich und meine Arbeit setzen.

Die nicht enttäuscht sind von dem, was ich verkaufe, weil ich es auf ehrliche Weise verkaufe.

Was ich dir für deine Produktlaunches rate

Solltest du selber in der Zukunft ein Produkt launchen wollen, empfehle ich dir immer genau auf dein Bauchgefühl zu hören. Mache es so, wie du es dir von anderen Unternehmer*innen wünschen würdest. So, wie du gerne ein Produkt verkauft bekommen wollen würdest.

Natürlich kannst du es nicht allen Menschen recht machen. Das wäre realitätsfremd, so etwas zu denken. Aber es ist vor allem wichtig, dass DU dich mit deinen eigenen Launch-Strategien wohl fühlst und nicht am Ende mit viel Geld aber einem richtig schlechten Gewissen da sitzt.

Wenn Sachen nicht zu dir und deinem Wesen passen, dann lass sie sein. Konzentriere deine wertvolle Zeit (und als selbstständige Mutter ist doch wirklich JEDE Minute Gold wert) lieber auf die Sachen, von denen du absolut überzeugt bist und versuche nicht irgendwelchen Strategien von irgendwelchen Marketing-Gurus hinterher zu laufen, die weder zu dir, noch zu deinem Produkt und schon gar nicht zu deinen potentiellen Kund*innen passen.

Verrate du mir mal, wie du das siehst? Welche Launch-Strategien nerven dich total und was findest du in Ordnung? Lass uns darüber in den Kommentaren sprechen!

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